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Caritas erweitert Sozialpsychiatrisches Zentrum: Zusätzlicher Standort in Geilenkirchen eröffnet

Der Caritasverband Heinsberg baut sein Unterstützungsangebot für Menschen mit psychischen Erkrankungen weiter aus: In dieser Woche wurde ein zusätzlicher Standort des Sozialpsychiatrischen Zentrums (SPZ) in Geilenkirchen feierlich eröffnet. Neben dem bestehenden SPZ in Heinsberg entsteht damit ein weiterer wichtiger Anlaufpunkt für Menschen in der Region.

Zahlreiche Gäste aus Politik, Kirche und Gesellschaft nahmen an der Eröffnung teil und unterstrichen die Bedeutung des Angebots. Judith Anlauf, Vorstand des Caritasverbandes Heinsberg und Abteilungsleiterin der Abteilung Gefährdete & behinderte Menschen, eröffnete die Veranstaltung und ordnete die Entwicklung des Sozialpsychiatrischen Zentrums auch historisch ein.

Die heutigen Strukturen der SPZ gehen auf die Reformbewegungen der Psychiatrie-Enquête ab 1975 zurück, die einen grundlegenden Wandel einleiteten: weg von der rein stationären Versorgung hin zu gemeindenahen, ambulanten Unterstützungsangeboten. „Ziel ist es bis heute, Menschen mit psychischen Erkrankungen durch wohnortnahe Unterstützung ein selbstbestimmtes Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen“, betonte Anlauf.

Zugleich verwies sie auf die langjährige Verantwortung des Caritasverbandes in der Region: „Der Caritasverband ist von Beginn an Träger des SPZ im Kreis Heinsberg und konnte sich dabei stets auf eine verlässliche Unterstützung durch den Kreis Heinsberg und den Landschaftsverband Rheinland verlassen.“ Besonders hervorzuheben ist dabei, dass die Kontakt- und Beratungsstellen durch den Kreis Heinsberg sowie den Landschaftsverband Rheinland finanziert werden und damit ein zentrales Fundament der Arbeit bilden.

Anlauf nutzte die Gelegenheit, um dem Kreis Heinsberg ausdrücklich zu danken: „Diese langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit ist die Grundlage dafür, dass wir unsere Angebote kontinuierlich weiterentwickeln können.“

Der zusätzliche SPZ-Standort in Geilenkirchen bündelt drei zentrale Angebote: die Kontakt- und Beratungsstelle, die Tagesstruktur mit tagesstrukturierenden Maßnahmen sowie das ambulant betreute Wohnen. Ziel ist es, Menschen individuell zu begleiten, Stabilität zu fördern und ihnen gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.

Astrid Werny, Leiterin des SPZ, würdigte insbesondere das Engagement der Mitarbeitenden und machte deutlich, dass die Erweiterung bewusst aus fachlicher Überzeugung heraus erfolgt ist: „Wir haben diesen Schritt nicht einfach gemacht, weil sich eine Gelegenheit ergeben hat, sondern weil wir eine echte Verbesserung für die Menschen gesehen haben, die wir begleiten.“

Der neue Standort biete deutlich bessere räumliche Voraussetzungen sowie mehr Möglichkeiten für Begegnung und Struktur im Alltag. „Wir wollten einen Ort schaffen, der den Menschen wirklich gerecht wird – mit mehr Raum, mehr Austausch und mehr Stabilität“, so Werny.

Auch Bürgermeister Dr. Armin Leon zeigte sich erfreut über die neue Einrichtung: „Das SPZ ist eine wichtige Anlaufstelle für unsere Bürgerinnen und Bürger und stärkt die soziale Infrastruktur unserer Stadt nachhaltig.“

Ein besonderer Moment der Eröffnung war die Segnung der Räumlichkeiten durch Probst Markus Bruns gemeinsam mit Gemeindesozialarbeiterin Mechthild Bose.

Im Anschluss nutzten viele Gäste die Gelegenheit, bei Führungen die neuen Räume kennenzulernen und mit den Mitarbeitenden ins Gespräch zu kommen. Informationsstände der einzelnen Angebote gaben Einblicke in die Arbeit der Kontakt- und Beratungsstelle, der Tagesstruktur sowie des ambulant betreuten Wohnens. Auch die gegenüberliegende Caritas-Pflegestation Geilenkirchen öffnete ihre Türen.

Die Veranstaltung machte deutlich: Mit dem zusätzlichen Standort in Geilenkirchen stärkt der Caritasverband Heinsberg die wohnortnahe Unterstützung für Menschen mit psychischen Erkrankungen – und setzt ein wichtiges Zeichen für Teilhabe und soziale Verantwortung im Kreis Heinsberg.

Bildunterschrift:
Von links: Vorstand Ulrich Paus (Caritasverband Heinsberg), Landtagsabgeordneter Thomas Schnelle (zugleich Mitglied des Caritasrates), Landtagsabgeordneter Bernd Krückel, Astrid Werny (Leiterin des SPZ), Bürgermeister Dr. Armin Leon (Stadt Geilenkirchen), Judith Anlauf (Vorstand Caritasverband Heinsberg) sowie Probst Markus Bruns, der die Räumlichkeiten segnete.

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