Caritas-Highlight der Woche

Doppelter Wechsel bei St. Josef

Altenheim steht unter neuer Trägerschaft und Geschäftsführung

Von Günther von Fricken

Es war, so formulierte es Gottfried Küppers, Geschäftsführer des Caritasverbandes für die Region Heinsberg, schon ein „ganz besonderer Tag“, als nach 54 Jahren des Bestehens des Alten- und Pflegeheimes St. Josef in Übach die Trägerschaft weg aus der Kirche – der Gemeinde St. Petrus Übach-Palenberg – hin zu einem Wohlfahrtsverband, dem Caritasverband, erfolgte. Vor gut zwei Jahren, so erinnerte er, habe es erste Gespräche gegeben, nachdem die Pfarre ihr Ansinnen, nicht mehr die Trägerschaft zu führen, vorgetragen hatte. Von allen Seiten gab es ein „gutes Einvernehmen“, und so sei man beim Caritasverband stolz, erstmals im Bereich der stationären und teilstationären Altenhilfe tätig zu werden.

Marion Peters, Abteilungsleiterin Gesundheit und Pflege bei der Caritas, ergänzte, dass man vor genau 40 Jahren den ambulanten Bereich in Geilenkirchen gegründet habe und dabei als Kooperationspartner auch im Heim St. Josef viele Angebote geschaffen habe. Das Alten- und Pflegeheim Übach verfügt über 88 stationäre Plätze und über zwölf Plätze in der Tagespflege. Mit Übernahme der Trägerschaft hat der Caritasverband für die Region Heinsberg circa 150 qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnen können. „Gemeinsam mit unseren ambulanten Angeboten, wie der Ambulanten Pflege, der Palliativ-Pflege, der Alltagsbetreuung, dem Hausnotrufdienst und dem Fahrbaren Mittagstisch können wir in Übach-Palenberg nun eine Angebotsstruktur aus einer Hand schaffen für Menschen die auf Unterstützung angewiesen sind und deren Angehörige“, blickte er in die Zukunft.

Zufrieden mit der Entwicklung zeigte sich auch Margret Rutte, stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes St. Petrus. „Wir haben festgestellt, dass die Struktur der Pfarrgemeinde mit ehrenamtlicher Arbeit nicht mehr machbar war, und als richtigen Schritt zur richtigen Zeit einen professionellen Träger gesucht und gefunden“, fasste sie die Entwicklung zusammen. Gleichzeitig gab es einen Wechsel in der Geschäftsführung: Hans Werner Quasten war 15 Jahre im Alten- und Pflegeheim tätig. „Er hat in seiner Zeit des Wirkens die fachlichen und baulichen sowie die wirtschaftlichen Grundlagen geschaffen, um dieses Pflegeheim in eine gute Zukunft führen zu können“, lobte Küppers. „Das, worauf ich zurückschauen kann, macht mich zufrieden“, sagte Quasten. Markus Laumen wurde am 1. Januar dieses Jahres zunächst als Heimleiter eingestellt und hat im Juli 2018 die Nachfolge als Geschäftsführer angetreten. „Neben seiner 27-jährigen Berufserfahrung in der Altenhilfe bringt er auch die menschliche Kompetenz mit“, so Küppers.

Quelle: Super Sonntag Kreis Heinsberg vom 12. August 2018
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