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Rosi Johnen ist vom Projekt „PAKT“ als präventives Alltagskompetenztraining der Caritas begeistert

– Ein kostenloses Schulungs- Beratungs-, Trainings und Unterstützungsangebot im eigenen Zuhause

Rosi Johnen aus Gerderath hält ein Säckchen in den Händen, um einen eingenähten Gegenstand zu ertasten und dann zu benennen. Dass die 76jährige auf diese Weise ihr Gedächtnis trainiert, ist ihr durchaus bewusst. Hat sie sich doch zu den kostenlosen Hausbesuchen im Rahmen des Projekts „PAKT- Präventives Alltags Kompetenz Training für Seniorinnen und Senioren“, an dem der Caritasverband Heinsberg teilnimmt, ganz bewusst angemeldet. Ihr gegenüber sitzt deshalb auch Beate Kösters, speziell geschulte PAKT Fachkraft der Caritas, die bei einem von insgesamt zehn Hausbesuchen das Thema Gedächtnis auf Wunsch von Rosi Johnen behandelt.

Ins Leben gerufen wurde das Projekt vom Caritasverband für das Bistum Aachen e.V. mit Unterstützung des Projektes „Pflege Inklusiv“ der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW und unter wissenschaftlicher Begleitung des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung. Es handelt sich um ein kostenloses Schulungs-, Beratungs-,Trainings- und Unterstützungsangebot, das speziell für Senioren entwickelt wurde, die noch keinen Pflegebedarf haben und ihren Alltag selbstständig bewältigen, jedoch merken, dass ihnen dies zunehmend schwerer fällt. Dass der Alltag Zuhause sich etwas schwerer gestaltet, hat auch Rosi Johnen gemerkt. „Das nachlassende Gedächtnis ist ein großes Manko im Alter“, sagt sie. Deshalb ist sie froh, dass Beate Kösters ihr zeigt, welche Möglichkeiten es gibt, das Gedächtnis zu trainieren.

„Ich habe aus der Zeitung von dem Projekt erfahren und sofort entschieden, daran teilzunehmen“, so Johnen. Bei den ersten Hausbesuchen stellte Beate Kösters mit ihr eine Notfallmappe zusammen. „Darin ist nun alles gebündelt, angefangen von der Patientenverfügung bis hin zu einer Medikamentenliste“, sagt die 76jährige. Zudem habe Beate Kösters ihre Notfalltasche mit allen wichtigen Dingen für einen möglichen Krankenhausaufenthalt überprüft. „Ich wollte wissen, was zu tun ist, wenn mal was passiert“, erzählt Rosi Johnen. Sie habe dann ein individuelles Programm erstellt, bemerkt Beate Kösters. Der Wunsch der Senioren sei entscheidend bei den Hausbesuchen, bei denen es nach Absprache um Themen wie Bewegung, Ernährung, Gedächtnis, Wohnraumgestaltung und Erhalt sozialer Kontakte geht, mit dem Ziel, den Zeitpunkt für das Angewiesen sein auf Hilfe und Pflege im Alter möglichst weit hinauszuzögern oder ganz zu vermeiden. „Beate Kösters wird mir auch noch zeigen, was ich in den eigenen Wänden verändern kann, was mir das tägliche Leben erleichtert“, erzählt Rosi Johnen. Beispielsweise müssten einige häufig gebrauchte Gegenstände in den oberen Küchenschränken umgeräumt werden, so dass das Steigen auf einen Tritt nicht mehr nötig ist. Von dem Projekt „PAKT“ ist Rosi Johnen überzeugt. „Ein solches Angebot für Senioren mit den Hausbesuchen hat bisher gefehlt“, sagt sie. „Ich bin begeistert und werde es an alle, die ich kenne, weiterempfehlen“, unterstreicht Rosi Johnen.

Info
Wer als Senior Interesse am Beratungs- und Unterstützungsangebot „PAKT“ hat, kann unter www.pakt-caritas.de oder mittels Kontaktformular des PAKT-Flyers seine Daten hinterlassen. Innerhalb von vier Wochen nach Empfang der Daten gibt es eine telefonische Rückmeldung zu einem ersten unverbindlichen Gespräch. Den Flyer erhalten Interessenten in der Geschäftsstelle des Caritasverbandes für die Region Heinsberg, Gangolfusstraße 32 in Heinsberg, Telefon 02452/91920 sowie in allen Caritas-Pflegestationen.

BU: Beate Kösters (l.), PAKT Fachkraft der Caritas, lässt Rosi Johnen (r.) beim Gedächtnistraining Gegenstände in Säckchen erraten.