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Buntes Miteinander von Flüchtlingen in der Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch kranke Menschen Erkelenz

Einander kennengelernt und Einrichtung vorgestellt
Stimmengewirr drang aus der Kontakt- und Beratungsstelle (KBS) für psychisch kranke Menschen „Treffpunkt“ des Caritasverbandes für die Region Heinsberg in Erkelenz und damit ein Gemisch aus Persisch, Kurdisch, Französisch und Englisch. Flüchtlinge saßen drinnen an Tischen, unterhielten sich angeregt, auch mal mit Händen und Füßen, und genossen bei selbstgebackenem Kuchen und Getränken das offene Treffen, zu dem Heidi Breidt von der KBS, unterstützt von Claudia Walter vom Deutschen Roten Kreuz, eingeladen hatte.

Ihre Intention war und ist, die KBS als Einrichtung vorzustellen und unter den Flüchtlingen als erste Anlaufstelle bei psychischen Erkrankungen bekannt zu machen und eventuell die Hürde für einen Erstkontakt zu nehmen. Gleichzeitig erhoffen sie sich, dass die Gäste als Multiplikatoren anderen Flüchtlingen von der KBS erzählen. Ideengeber der „Einladung zum Kennenlernen und bunten Miteinander“ war Heidi Breidt. „Wir bieten ein niederschwelliges Angebot allen Menschen, die seelische bzw. psychische Probleme haben. Dazu zählen auch die geflüchteten Menschen, die hier bei uns leben. Es geht uns darum, einen ersten Kontakt zu den Flüchtlingen herzustellen“, erklärte sie. Mit Flyern und Handzetteln, die in den Unterkünften verteilt wurden, sowie über Kontakte insbesondere innerhalb des Roten Kreuzes habe man für das offene Treffen geworben. „Wir wussten bis heute nicht, wie viele den Weg zu uns finden“, so Kollegin Brigitte Hoevel-Haberland. Umso erfreuter waren die Mitarbeiterinnen, dass immer wieder die Tür aufging und sich neue Nationalitäten dazu gesellten. Am Ende waren es an die 30 Flüchtlinge, von denen einige auch ihre Kinder mitgebracht hatten. Mit den Sprachmittlern, die die KBS organisiert hatte, damit alle Informationen von Deutsch in die jeweilige Sprache übersetzt wurden, zwei Mitarbeiterinnen von der Flüchtlingsberatung des Diakonischen Werkes, der Koordinatorin des Sozialpsychiatrischen Kompetenzzentrum für Migration, gefördert vom LVR, und der Vorsitzenden eines Erkelenzer Flüchtlingshilfevereins waren die Räumlichkeiten der KBS mehr als voll.

Die Gäste wurden von Heidi Breidt begrüßt. „Schön, dass Sie alle hier sind zu einem bunten Miteinander, bei dem wir unsere Einrichtung Ihnen vorstellen und wir Sie kennenlernen möchten.“ Sie informierte darüber, dass wer einen Termin vereinbare, einen Sprachmittler vermittelt bekomme, damit in der eigenen Sprache über die Probleme geredet werden könne. Durch die anwesenden Sprachmittler erfuhren die Gäste, welche Hilfen bei der KBS bestehen, wenn die Seele oder Psyche aus dem Gleichgewicht gerät. So bietet die KBS eine professionelle Beratung, die Möglichkeit sich mit anderen Menschen auszutauschen und eine aktive Tagesgestaltung, Zudem ist sie ein Ort, der allen Menschen mit einer psychischen Erkrankung und deren Angehörigen offen steht.

Info
Weitere Informationen gibt es bei der Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch kranke Menschen „Treffpunkt“, Roermonder Straße 18 in Erkelenz, Telefon 02431-81544.

BU: Brigitte Hoevel-Haberland, Angelika Möring und Heidi Breidt von der KBS Erkelenz sowie Claudia Walter und Khalil Hussein vom DRK (v. l.) luden Flüchtlinge zum Kennenlernen ein.