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Bürgerversammlung in Wegberg zum Thema Lokale Teilhabekreise

Teilnahme von rund 50 Menschen mit und ohne Behinderung

Ein Lokaler Teilhabekreis für Menschen mit und ohne Behinderung, der sich für ein gleichberechtigtes Miteinander einsetzt, soll mit einer Auftaktveranstaltung Anfang des nächsten Jahres in Wegberg etabliert werden. Dieses für sie erfreuliche Ergebnis nahm Martina Alba, Mitarbeiterin der Abteilung Gemeindedienste beim Caritasverband für die Region Heinsberg, als Auftrag aus der Bürgerversammlung zum Thema „Lokale Teilhabekreise“ in der Wegberger Mühle mit.

Rund 50 Interessenten, darunter auch Bürgermeister Michael Stock, waren der Einladung der Projektgruppe, die sich für eine flächendeckende Etablierung von Lokalen Teilhabekreisen im Kreis Heinsberg einsetzt und die aus einer Kooperation des Caritasverbandes, Via Nobis und der Lebenshilfe hervorgegangen ist, gefördert durch die Aktion Mensch, gefolgt. Diese Projektgruppe besteht aus Teilnehmern aus bereits bestehenden Teilhabekreisen, darunter auch Menschen mit Behinderung, die aktiv die Bürgerversammlung mitgestaltet haben. Viele Besucher der Bürgerversammlung bekundeten am Ende ihr Interesse einen Lokalen Teilhabekreis in Wegberg aufzubauen und mitzumachen. Erfreut darüber waren die Gastgeber, deren Ziel es in erster Linie war, über die Lokalen Teilhabekreise zu informieren. „In den Städten Heinsberg, Hückelhoven, Gangelt, Geilenkirchen und Erkelenz gibt es bereits einen Lokalen Teilhabekreis. Wir würden uns wünschen, dass es zukünftig in jeder Stadt bzw. Gemeinde einen solchen Lokalen Teilhabekreis gibt“, erklärte Martina Alba zu Beginn. Heute gehe es darum, zu hören, wie Inklusion in Wegberg erlebt werde und zu hören, was die bestehenden  Lokalen Teilhabekreise an Aktivitäten machen würden.   

Die Moderation übergab sie dann an Stephan Geffers und Petra Eickhoff von parto gUG Köln (Partizipation und Organisationsentwicklung), die zu Tischgesprächen einluden, um sich als Experten der Inklusion thematisch auszutauschen sowie Anregungen und Wünsche aufzuschreiben. Dabei sollten die Fragen „Was freut mich?“, „Was ärgert mich?“, „Warum bin ich hier?“, „Um welche Themen sollte sich ein Lokaler Teilhabekreis kümmern?“, „Wie kann gemeinsam begonnen werden?“ und „Was finde ich besonders interessant?“ reflektiert werden. Wie zu erwarten, setzte ein reger Austausch ein, bei dem auch die Aufgaben der Lokalen Teilhabekreise beleuchtet wurden. Konkretisiert wurde dies im Anschluss, indem aus dem Blickwinkel verschiedener Teilnehmer bestehender Lokaler Teilhabekreise in Interviews Erfahrungen und Informationen gegeben wurden. Denise Lison von der KoKoBe (Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle für Menschen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen), die gemeinsam mit der Gemeindesozialarbeit der Caritas die Lokalen Teilhabekreise in Erkelenz und Heinsberg moderiert, berichtete, dass sich Menschen mit und ohne Behinderung im Lokalen Teilhabekreis treffen und schauen, wo es in der eigenen Stadt „mit der Inklusion hapert“. Die Treffen fänden alle vier Monate an verschiedenen Orten statt, um Kontakte zu knüpfen. Zudem würden kleine Arbeitsgemeinschaften gebildet, um Themen intensiver bearbeiten zu können.

Als Beispiele nannte sie, dass beim Lokalen Teilhabekreis Erkelenz das Augenmerk auf die Barrierefreiheit bei öffentlichen Veranstaltungen gelegt wurde. Es wurde unter anderem erreicht, dass es bei der Kirmes eine barrierefreie Toilette gibt. In Heinsberg gelang es, dass der Stadtsportbund eine inklusives Sportfest veranstaltete. Ein Teilnehmer mit Behinderung betonte, dass man durch die Lokalen Teilhabekreis gemeinsam mehr erreiche als alleine. Die Aktivitäten seien abhängig davon, was dem Einzelnen wiederfahre bzw. auffalle. Deutlich wurde auch, dass es Menschen im Lokalen Teilhabekreis leichter fällt, ihre Anliegen vorzutragen, da es hier keine Berührungsängste gibt. Lothar Esser, Quartiersmanager der Stadt Wegberg, stellte schließlich die Arbeitsgruppe „Barrierefreiheit“ in Wegberg vor und was sie bisher erreichen konnte. „Barrierefreiheit ist in jedem Lokalen Teilhabekreis ein großes Thema. Wir sind froh, dass es die AG in Wegberg gibt“, betonte Martina Alba. Zur weiteren Information wurde der Film zur Aktion der Lokalen Teilhabekreise „Barrierefreiheit – Wir sind dabei“ gezeigt. Dies alles reichte, dass seitens der Teilnehmer der Wunsch nach einem Lokalen Teilhabekreis in Wegberg geäußert wurde.

BU: Unter den Teilnehmern der Bürgersammlung war auch Bürgermeister Michael Stock.