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Abwechslungsreicher Alltag in der Tagespflege St. Josef Übach

Ein zweites Zuhause für die Gäste

Anna Senz und Edith Boos genießen gerne die Sonnenstrahlen draußen auf der Bank der Tagespflege St. Josef Übach, wenn sie nicht gerade an der Gymnastikrunde, am Gedächtnistraining oder den Mahlzeiten teilnehmen. Beide Frauen besuchen die Tagespflege noch nicht sehr lange, möchten die zwei Tage hier jedoch auf keinen Fall mehr missen.

„Seit März komme ich hier hin“, erzählt die 84jährige Anna Senz aus Übach. Sie fühle sich hier sehr gut aufgehoben. „Ich bind rundum beschäftigt. Zuhause habe ich mich nach meiner Krankheit oft allein gefühlt, gerade weil ich immer viel unternommen habe.“ Hier gebe es Abwechslung. Zudem habe sie Edith Boos kennengelernt und sich auf Anhieb mit ihr sehr gut verstanden. „Wir sind jetzt bei den Mahlzeiten Tischnachbarn und unterhalten uns den ganzen Tag“, bestätigt die 82jährige Geilenkirchenerin, die das erste Mal vor vier Wochen Gast in der Tagespflege war. Wie Anna Senz besucht sie nun montags und donnerstags die barrierefreie Einrichtung, die aus einem großen Gemeinschaftsraum mit Küche, Ruheräumen und Sanitärräumen besteht. Der Tag beginnt mit einem Frühstück, das bis 10 Uhr angeboten wird. Danach gibt es eine Zeitungsrunde, bei der gesichtet wird, was Wichtiges in Übach-Palenberg und Geilenkirchen passiert ist. Zu den weiteren Aktivitäten gehören unter anderem Finger- und Sitzgymnastik. Hier richten sich die Mitarbeiter ganz nach den Wünschen und Vorschlägen der Gäste. Anschließend wird zusammen Mittag gegessen. Während einige Besucher im Ruheraum die Beine hochlegen, gehen andere mit einer Betreuungskraft spazieren, spielen oder erzählen. Gemeinsam wird dann Kaffee getrunken, um sich für das Gedächtnistraining zu stärken. Dabei wird gesungen oder es gilt Sprichwörter zu erraten.

„Besonders beliebt ist das Bingo-Spiel“, weiß Angelika Bäsener, Leiterin der Tagespflege. Auch auf die Feste im Jahreszyklus würden sich die Gäste sehr freuen. „Wir feiern Brauchtumsfeste wie Oktoberfest und Karneval ebenso wie Weihnachten.“ Anna Senz nickt. Mitbekommen habe sie das Frühlings- und Sommerfest. „Wir haben den ganzen Nachmittag gesungen“, erzählt sie begeistert. Diese Aktivitäten, die Abwechslung vom Alltag Zuhause und vor allem der Kontakt zu den anderen Tagespflegegästen sind es, was den beiden Damen besonders gut an der Tagespflege gefällt. „Die Tagespflege ist wie ein zweites Zuhause“, sagt Edith Boos. Gerade wer oft allein sei, sich in den eigenen vier Wände einsam fühle und nicht mehr so könne wie er wolle, sei die Tagespflege eine gute Alternative, um Zuhause raus zu kommen, Leute kennen zu lernen, soziale Kontakte zu pflegen, die Kommunikation und Mobilität zu erhalten und zu fördern, unterstreicht Angelika Bäsener. Die Tagespflege St. Josef mit zwölf Plätzen bestehe seit zehn Jahren. Sie biete eine über das ganze Jahr umfassende Betreuung, Hilfe und Unterstützung durch qualifizierte Fachkräfte für pflegebedürftige ältere Menschen. „Wir sind ein Team von acht Mitarbeitern, das die individuellen Bedürfnisse und Gewohnheiten der Gäste berücksichtigt.“ Deshalb werde auch geschaut, wer zu welcher Gruppe passe. Zudem vermitteln die Mitarbeiter auch weitere Leistungen wie Gottesdienstbesuche im benachbarten Alten- und Pflegeheim St. Josef, therapeutische Hilfen sowie einen Hol- und Bringservice. Dies alles wissen Gäste wie Anna Senz und Edith Boos sehr zu schätzen. Aber auch die pflegenden Angehörigen. Denn sie werden entlastet und haben einmal Zeit für sich und andere Verpflichtungen.

 Info
Wer sich für die Tagespflege St. Josef Übach interessiert, kann einen kostenlosen Probetag nach Terminvereinbarung in Anspruch nehmen. Informationen gibt es bei Angelika Bäsener, Leiterin der Tagespflege St. Josef Übach, Telefon 02451-9119851 Die Tagespflege St. Josef Übach ist von montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr geöffnet.

BU: Die Tagespflegegäste Edith Boos (l.) und Anna Senz (r.) lesen mit Angelika Bäsener, Leiterin der Tagespflege St. Josef Übach, gemeinsam die Zeitung.